Interviews, Reportagen, Quellengespräche: Was heißt es, Trauma sensibel und ethisch zu arbeiten und zu berichten?

 

Die journalistische Arbeit setzte sich aus vielen Schritten zusammen: Informationen sammeln, Behörden anfragen, Recherchieren, herausfinden was passiert ist, Quellen prüfen und mit betroffenen Personen sprechen. Dabei kannst du als Medienschaffende:r auf verschiedenen Herausforderungen stoßen. In diesem Seminar unserer Reihe "Mentale Gesundheit im Journalismus" soll es um den traumasensiblen und -informierten Umgang mit Menschen gehen.

Als Journalist:in weißt du manchmal nicht, wie es dem Menschen, geht, mit dem du gleich reden wirst. Was hat die Person erlebt, und wie hat sie es verarbeitet? Ist sie verletzt oder traumatisiert?

Die Grenze zwischen hilfreicher Empathie und grenzüberschreitenden Verhalten ist manchmal schmal und schwierig einzuschätzen. Deshalb ist es insbesondere für junge Journalist:innen und Medienschaffende wichtig und hilfreich, das relevante Know-How zu haben, um mit Interview- und Gesprächssituationen professionell umzugehen. 

Was sollte ich als Medienschaffende:r über Trauma und Traumafolgen wissen? Wie kann ich die Gesprächssituation gestalten? Worauf sollte ich im Umgang mit betroffenen Personen besonders achten? Wie erhalte ich die notwendigen Informationen, ohne den Betroffenen zu schaden oder diese zu retraumatisieren?

Was bedeutet eigentlich traumasensibler, -informierter und ethischer Journalismus? Worauf kann ich in der Berichterstattung achten?

Wir haben in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung die Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin Friederike Engst eingeladen. Sie arbeitet seit 2018 mit dem Dart Centre Europe zusammen und konnte im Bereich Journalismus und mentale Gesundheit entsprechende Expertise erlangen. Mit der Ausbildung in spezieller Psychotraumatherapie und ihrer beruflichen Tätigkeit in der Klinik am Waldschlösschen in Dresden für Menschen mit Trauma und Traumafolgestörungen seit 2015 spezialisierte sie sich auch auf den Themenbereich „Trauma und Journalismus“. Darüber hinaus unterstützt sie seit 2019 Journalist:innen mit einem niedrigschwelligen und kurzfristigen Kriseninterventions- und Beratungsangebot, einer psychologischen Ersten Hilfe sowie bei Überlastung und Erschöpfungserleben.

Sie wird euch hilfreiches Wissen und wichtige Techniken an die Hand geben und mit euch erarbeiten, was Traumabewusstsein im Journalismus bedeutet.

Zentrale Fragestellungen:
  • Was sollte ich als Medienschaffende und Journalist:in über Trauma und Traumafolgen wissen und welche Auswirkungen hat das auf meine Arbeit?
  • Was bedeutet traumasensibles journalistisches Arbeiten?
  • Welche konkreten Strategien kann ich bei meiner Arbeit anwenden?
  • Welche Techniken und Möglichkeiten für die Berichterstattung gibt es?

 

Worauf wartest du noch?  Melde dich jetzt an und stelle Friederike Engst deine persönlichen Fragen!

Wann
14. Juli 2022 um 16:00 Uhr
bis
14. Juli 2022 um 17:30 Uhr
Wo Online-Meeting

Diese Veranstaltung findet als Online-Meeting statt. Du erhältst wenige Tage vor dem Termin individuelle und geschützte Einwahldaten in das Meeting. Du kannst mit jedem internetfähigen Gerät teilnehmen. Eine Kamera ist keine Pflicht, wir freuen uns jedoch, auch in Online-Formaten Gesichter zu sehen.

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