Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ein Jahr voller toller Momente liegt hinter mir. Ich durfte großartige Menschen kennenlernen und mich an allem ausprobieren, was einem einfällt, wenn man an Journalismus und Büroalltag denkt - und noch an einiges darüber hinaus.
Aber vielleicht fange ich damit an, wie ich überhaupt hierhergekommen bin. Anfang 2025 war ich gerade erst 17 und auf der Suche nach etwas, mit dem ich mich nach dem Abi ein bisschen ausprobieren und herausfinden konnte, worauf ich im Leben eigentlich Bock habe. Zum Glück ist meine Mutter damals auf eine Anzeige der Jungen Presse gestoßen. Da es schon Anfang des Jahres war, habe ich meine Bewerbung relativ schnell abgeschickt (im Nachhinein stellte sich heraus, dass man sich auch noch deutlich später hätte bewerben können 😉 ) und bin super positiv aus dem Bewerbungsgespräch rausgegangen. Umso größer war dann die Freude über die Zusage.
Gestartet sind Merle und ich im August. Anfänglich waren wir nur zu zweit, bis kurz vor unserem Start im Sommer auch noch Jonte und Sophia dazugekommen sind. Props an Flo, super ausgesucht, die 4er-Truppe! Merle und ich wurden erstmal richtig gut von der vorherigen Generation eingearbeitet und trotzdem fiel der Abschied nach nur einem Monat schon ziemlich schwer. Jonte und Sophia sind dann im September dazu gestoßen und damit war unser Team komplett. Nach anfänglich vorsichtigem Abtasten kann ich gar nicht in Worte fassen, wie viel Spaß wir zusammen im Büro hatten.
Das einzige Problem: Ohne die ehemalige Generation lag die komplette Verantwortung plötzlich bei uns. Telefonieren und E-Mails schreiben war wahrscheinlich der härteste Job. Zumindest das Telefonieren war bis zum Schluss nicht meine Lieblingsaufgabe. Umso besser, dass wir uns, ohne es groß abzusprechen, die Aufgaben aufgeteilt haben, sodass jeder seinen eigenen Bereich hatte. Meiner war Social Media und der Podcast - über den gesamten BFD hinweg. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht gegenseitig geholfen oder uns auch mal in anderen Bereichen ausgetobt haben, wenn wir Lust dazu hatten.
Worauf ich in diesem Jahr wahrscheinlich am meisten stolz bin, ist die Entwicklung des Podcasts. Aus einem rein auditiven Format, das mit veralteter Software geschnitten wurde, haben wir ein audiovisuelles Format gemacht – geschnitten mit ganz neuer Software und mit deutlich höherer Frequenz haben wir Folgen rausgehauen. Was für Möglichkeiten dieser Podcast bietet, ist wirklich Wahnsinn: Ich hatte die Chance, mit Leuten zu sprechen, an die ich sonst niemals rangekommen wäre. Und trotz all des Fortschritts – da ist definitiv noch Luft nach oben!
Ein weiterer Punkt, der ganz oben auf der Liste der Gründe für einen BFD bei der Jungen Presse stehen sollte, sind die tollen Seminare und Events, die man besuchen darf. Ob BVB, ZDF Magazin Royale, die Frankfurter Buchmesse oder die Gamescom, um nur die größten zu nennen. Auch hier waren die Möglichkeiten riesig, und es lag ganz bei uns als Generation, worauf wir Lust hatten. Genau hier wächst man als Team nochmal richtig zusammen und lernt Verantwortung sowie organisatorisches Talent. Kleiner Tipp: Es wird sowieso nie so laufen, wie ihr es geplant habt, dann heißt es improvisieren.
Auch die Treffen mit dem Vorstand waren immer wieder ein Highlight. Da hat man einerseits jede Menge Spaß, andererseits wird hier aber auch richtig an neuen Ideen gebrainstormt und weitergearbeitet. Hier kommen einfach ganz viele junge Menschen zusammen, die nur so vor Ideen sprudeln.
Was ist jetzt also mein Fazit? Ein richtig erfolgreiches Jahr! Aus mir wird trotz dieses Jahres wohl kein Journalist mehr und trotzdem hat mir dieses Jahr gezeigt, was ich später machen möchte. Gerade alles rund um Social Media und die Organisation von Events hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich diese Erkenntnis jetzt in die Tat umsetzen kann. Es gibt tausend Dinge, die ich hier bestimmt vergessen habe zu erwähnen, deshalb sage ich nur eins: Macht einen BFD bei der Jungen Presse!!! Und das hier ist keine bezahlte Werbung ;).